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Jahresrückblick 2025: Über Zweifel, Stille und Unersetzbarkeit

Jahresrückblick 2025 Über Zweifel, Stille und Unersetzbarkeit

 

Der Moment, in dem ich ausgestiegen bin

 

Ende 2024 fühlte ich mich innerlich unruhig. Das kenne ich schon von mir. Das passiert immer, wenn ich mich in eine Schablone gepresst fühle.

Und plötzlich hatte ich ein Bild vor Augen, was mich innehalten ließ: Meinen Vater. Er war selbstständig. Er hat seine Arbeit geliebt. Und ich weiß noch, wie stolz er war, als er damals 1987 seine Schlosserei eröffnete. Alles fing wirklich gut an. Auch wenn es in der damaligen DDR für Selbstständige nicht einfach war, wirkte er immer glücklich.

Doch dann kam die Wende. Ich glaube heute, für ihn war das sehr schwer: Auftragseinbruch, die Schlosserei lief nicht mehr. Gab es ja plötzlich alles in neu eröffneten Baumärkten. Auch die Firmen, bisherige Großauftraggeber, mussten sich neu ausrichten. Was ihm blieb, war der Schlüsseldienst. Ich bin mir sicher, dass war nie das, was er wirklich wollte. Aber er trug es.

Ich erinnere mich, wie er dennoch oft gereizt war. Der Druck stieg. Der Spaß verloren ging. Und er nicht mehr fröhlich war. Vielleicht hat er sich gefühlt, als hätte man ihn in eine Schablone gepresst.

Mein Vater wurde krank. Er war viel zu früh nicht mehr da. Und nun fühlte es sich für mich plötzlich ähnlich an? War ich auf dem besten Weg, mich selbst zu verlieren?

Nein, das wollte ich nicht. Kundenfairständnis® muss seinen eigenen Weg finden. Meinen Weg. Und ich weiß, dass ich das kann. Ich habe es damals mit dem Fitnessstudio ja schon einmal, geschafft. So wie sich die Online Business Welt mir präsentierte: Das wollte ich nicht mehr.

 

Passte ich nicht mehr in diese Welt – oder passte sie nicht mehr zu mir?

 

Ich habe mich 2025 oft gefragt, ob das Problem bei mir liegt. Oder ob ich einfach nicht für diese Art von Online Business gemacht bin.

Grundsätzlich ist an einem Online Business nichts falsch. Es bietet viele Vorteile – für Anbieter genauso wie für Kunden. Das habe ich nie infrage gestellt.

Was sich für mich jedoch immer deutlicher gezeigt hat, war etwas anderes.

Ich arbeite auch als Dienstleisterin für andere Coaches und bekomme dadurch Einblicke hinter die Kulissen. Und oft denke ich ganz ehrlich: „Hut ab. Das ist eine starke unternehmerische Leistung.“

Gleichzeitig sehe ich auch das, was nach außen nicht sichtbar ist. Das ist normal. Niemand zeigt alles. Auch außerhalb der Online-Welt nicht.

Aber genau das hat bei mir etwas verändert. Ich bin dem äußeren Glanz nicht mehr automatisch gefolgt. Ich habe genauer hingeschaut. Nicht mit dem Anspruch, zu bewerten, was richtig oder falsch ist. Sondern mit der Frage: Passt das zu mir – und passt es zu den Menschen, mit denen ich arbeite?

2025 habe ich viele Gespräche mit Menschen geführt, die viel investiert hatten. Zeit, Geld, Hoffnung. Und trotzdem standen sie gefühlt auf der Stelle. Unterstützung war versprochen worden, kam aber nur begrenzt an.

Irgendwann stellte sich mir eine einfache, aber unbequeme Frage:
Kümmert sich hier eigentlich jemand darum, ob der Kunde das bekommt, was ihm in Aussicht gestellt wurde?

Diese Frage ließ mich nicht mehr los. Denn genau darum geht es für mich bei Kundenfairständnis®. Nicht um schöne Worte, sondern um echte Wirkung beim Kunden.

Gleichzeitig beobachtete ich Dinge, die mich innerlich auf Abstand gehen ließen:
sehr zugespitzte Versprechen,
verkaufspsychologische Trigger, die weniger dem Kunden dienten als dem Abschluss.

Ich will niemandem pauschal etwas unterstellen. Aber ich habe gemerkt: So möchte ich nicht arbeiten.

Eine Zeitlang habe ich sogar gezweifelt, ob das, wofür ich stehe, überhaupt noch gefragt ist.

Ob Menschen heute wirklich Klarheit, Fairness und ehrliche Begleitung wollen. Oder ob es nur noch um Tempo und Umsatz geht.

Meine Antwort darauf kam still, nicht als Erkenntnisblitz. Sie kam über viele Gespräche. Und sie lautete: Doch. Sie wollen das.
Vielleicht nicht alle. Aber die richtigen.

Und genau deshalb habe ich beschlossen, meinen Weg weiterzugehen.
Nicht lauter. Keinesfalls schneller.
Sondern auf meine Art.

 

Mein innerer Wendepunkt

 

Was ist meine Art? Was das im Fitnessstudio war hatte ich über Jahre entwickelt. Und schließlich war da der Moment gekommen, an dem ich dem Franchisesystem entwachsen war.

Kundenfairständnis® war von Anfang meins: Meine Idee, meine Vision, meine Marke.

Kundenfairständnis® basiert auf meinen Werten, darauf wie ich Beziehungen – konkret Kundenbeziehungen verstehe – und das Leben als Unternehmer verstehe. Ich glaube, wenn sich beides ergänzt, sind letztlich alle glücklich. Wir müssen uns nicht zwischen Menschlichkeit im Kundenumgang und Umsatz entscheiden. B folgt auf A.

Doch um zu erkennen, wie ich das in einen Markt bringe, der von Tag zu Tag lauter wird. Dafür musste ich mich zunächst zurückziehen. Nicht verkriechen, aber den Einfluss stoppen.

Kein Social Media.

Keine Workshops.

Keine Kurse.

Einzig eine Coachin, die bereits so ähnlich tickt wie ich. Von der ich wusste, sie unterstützt meinen Weg. Sie versteht mein Business. Und so buchte ich ein 1:1 Coaching. Die beste Entscheidung in dem Jahr.

Dieses Coaching brachte mir nicht alle Antworten, aber es brachte mich auf den Weg. Wir haben damit angefangen, womit ich auch mit meinen Kunden starte. Wir haben sortiert, was da ist, was bleiben darf und was ich getrost loslasse. Das kann man nicht allein.

 

Der bewusste Strategiewechsel

 

Was das Coaching gebracht hat: Den nötigen Blick von außen, der mit Abstand draufschaut – ohne all die Emotionen, die dein eigenes Unternehmen in dir auslöst. Aber ohne: Diese eine Strategie ist die richtige.

Und dann habe ich begonnen, Kundenfairständnis® auf meine Art sichtbar zu machen. Und ich schreibe nun einmal verdammt gern. Mein Blog hat in 2025 so viele neue Artikel bekommen, wie noch nie zuvor. Strategisch ausgerichtet. Als Basis für alles Weitere.

Endlich hat Google mich gesehen. Und erkannt, wofür ich stehe. Das war für mich ein grandioser Moment. Wie lange hatte ich drauf gewartet, hier Sichtbarkeit zu bekommen. Fast schon aufgegeben, gegen all die großen Blogs in meiner Themen-Bubble wie Hubspot und Co.

Ich gestehe, ich habe mich vielleicht selbst ein bisschen klein gemacht. Doch meine Kunden haben mir mehr denn je in 2025 gezeigt, wer ich wirklich bin.

Sie sind über sich hinausgewachsen. Sie haben nicht nur Empfehlungen bekommen, Folgeangebote kreiert oder inaktive Teilnehmer reaktiviert. Natürlich hat das ihren Umsatz und ihre Freude am Business gesteigert. Doch vor allem hat es ihr Selbstvertrauen enorm gestärkt.

Als ich das erkannt habe, hatte ich mein eigenes Wow-Erlebnis. Plötzlich habe ich erkannt, dass in Kundenfairständnis® noch mehr drinsteckt, als ich bisher selbst dachte. Und nun galt es, dass in ein Angebotssystem zu bringen, dass meine Kunden verstehen und haben wollen. Keine losgelösten Angebotsideen mehr, sondern ein in sich verankertes System.

 

Was heute anders ist

 

Zu diesem Zeitpunkt war Kundenfairständnis® fünf Jahre alt. Und natürlich ist mein Business gewachsen. Natürlich habe ich mich weiterentwickelt. Wenn man ehrlich ist, wäre alles andere auch seltsam.

Mit diesem Wachstum kamen neue Fragen. Nicht, weil etwas falsch lief, sondern weil manches einfach nicht mehr richtig passte. Die Schuhe drückten. An mehreren Stellen.

Es war einfach Zeit, für eine Neuausrichtung. Nicht anders, vielmehr konkreter, klarer, passender.

Dieser Blick wurde erst möglich durch zwei Dinge:

  1. durch das viele Schreiben und
  2. durch die Arbeit mit meinen Kunden.

Beides hat mir gezeigt, wer ich geworden bin. Und wer ich nicht mehr bin.

Schreibcoaches sagen oft, dass man beim Schreiben Klarheit findet. Ich glaube, da ist etwas dran. Schreiben ist langsamer als Sprechen. Bewusster. Man kann sich nicht so leicht rausreden.

Vielleicht hat auch die Entwicklung von KI diesen Prozess verstärkt. Texte sind heute oft perfekt. So glatt. Durchoptimiert. Und gleichzeitig so austauschbar.

So schreiben wir Menschen doch nicht. Wir schreiben unperfekt. Mit Brüchen. Mit Haltung.
Und unsere Kunden spüren das. Sie lesen nicht nur Worte – sie lesen zwischen den Zeilen.

Parallel dazu gab es noch einen ganz anderen Moment, der mich mehr berührt hat, als ich erwartet hätte.

Ich schreibe seit einiger Zeit den Gemeinde-Newsletter für unser Dorf. Ohne Marketinggedanken. Ohne Business-Absicht. Einfach, um zu informieren und zu verbinden.

Im Laufe des Jahres kamen immer mehr Rückmeldungen. Menschen sprachen mich bei Veranstaltungen an, erzählten mir, dass sie den Newsletter gern lesen, dass sie sich gesehen fühlen, dass sie sich darauf freuen. Diese Resonanz kam leise, aber sie war echt. Und sie hat mich gestärkt.

Heute, Anfang 2026, weiß ich sehr klar, wofür ich stehe. Und auch, wofür nicht.

Ich stehe für eine Art von Unternehmertum, bei der Menschlichkeit im Kundenumgang kein Widerspruch zu wirtschaftlichem Erfolg ist.

Für Klarheit in digitalen Märkten, die immer lauter werden.

Für Kundenbeziehungen, die nicht auf schnellen Abschlüssen beruhen, sondern auf Vertrauen, Verlässlichkeit und echter Verbindung.

Heißt das, dass Umsatz keine Rolle spielt? OMG, nein. Ganz im Gegenteil. Ich bin überzeugt, dass genau diese Haltung heute ein echter Vorteil ist. Für Unternehmen, die langfristig denken. Und bleiben wollen.

Wenn ich auf meine Kunden im Jahr 2025 schaue, dann sehe ich genau das:

Menschen, die sicherer geworden sind in dem, was sie tun.

Die nicht nur neue Kunden gewonnen haben, sondern bestehende Beziehungen vertieft, reaktiviert und ausgebaut haben.

Und die gemerkt haben, dass Wachstum sich auch ruhig anfühlen darf.

Was ich heute tue, ist im Kern nichts völlig Neues. Ich sortiere mit meinen Kunden. Ich stelle Fragen, die oft lange liegen geblieben sind. Ich helfe dabei, zu verstehen, für wen man wirklich unersetzbar ist – und warum.

Nicht, um einzigartig zu sein, wie es oft so schön heißt. Auch nicht, um sich künstlich abzugrenzen.

Sondern vielmehr damit Kunden morgen nicht einfach weiterziehen, nur weil sie keinen Grund haben zu bleiben.

Unersetzbar zu werden bedeutet für mich nicht, besser zu sein als andere. Sondern so klar zu sein, dass die richtigen Kunden sagen:

„Genau deshalb bleibe ich.“

Und genau darum geht es bei Kundenfairständnis® in 2026: unersetzbar für deine Kunden zu werden.

Weißt du, warum das heute wichtiger ist denn je?

 

Kunden verstehen. Begeistern. Verdoppeln.

Ich zeige dir, wie du mehr Umsatz durch Stammkunden bekommst

Hey, ich bin Katja Görke, Dipl. Marketing-Expertin, zert. Verkaufspsychologin. Nachdem ich 9 Jahre in einem internationalen Konzern als Brand Manager gearbeitet habe, habe ich 2008 mein erstes Unternehmen gegründet, ein Fitnessstudio in Hamburg.

Heute zeige ich Dienstleistern, Coaches und Trainern, die bereits Kunden gewinnen, wie sie durch gezielte Kundenbindung und weniger Akquise entspannter und mit weniger Aufwand wachsen können – und dabei mehr Umsatz mit bestehenden Kunden erzielen – anstatt zu viel Energie in immer neue Kunden zu stecken.

 

In 5 Schritten zu mehr Umsatz:

  1. Deine Top-Kunden verstehen,
  2. zum besten Anbieter für sie werden,
  3. ihre Begeisterung entfachen,
  4. Umsatz steigern, weil begeisterte Kunden mehr kaufen und
  5. neue passende Kunden mitbringen.

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